Die Geschichte des Handballs
Die Entstehung der SG Bremen-Ost

Das Handballspiel wurde angeblich im 19. Jahrhundert in Schweden erfunden. In Deutschland wurde diese Sportart allerdings erst 1920 vom Berliner Frauenoberturnwart Max Heiser eingeführt. Im ersten Jahr war Feldhandball lediglich ein Frauensport. Erst nach einem Jahr wurde Handball an der Berliner Sporthochschule als "Männerkampfspiel" angeboten. Bereits 1921 wurde dann die erste Deutsche Meisterschaft ausgetragen. Fortan trat Handball als Frauensport weit in den Hintergrund, da ihnen Meisterschaften verweigert wurden.

Als einer der ersten Vereine im Bremer Raum nahm der TV Arbergen den Feldhandballsport ins Vereinsprogramm auf. Allerdings spielten die Regeln zum damaligen Zeitpunkt noch keine bedeutende Rolle. Es wurden lediglich ein Ball, zwei Tore und Spieler benötigt. Die Mannschaft des TV Arbergen wurde mit zahlreichen Schlagballspielern aufgefüllt, da diese schon über reichlich Erfahrung in einer Ballsportart verfügten. In der Folgezeit wurden auch Regeln eingeführt und im Jahre 1925/26 spielte man bereits gegen St. Magnus um die Meisterschaft im Bremer Raum. Erst 1928, also sieben Jahre nach dem TV Arbergen, wurde auch in Mahndorf der Handballsport eingeführt. In den Jahren bis zum Krieg spielten beide Vereine immer in den höchsten Klassen des Bremer Kreises. Mit dem Kriegsbeginn 1939 wurde zahlreiche Spieler eingezogen, weshalb die Mannschaften auseinanderbrachen.

Nachdem der 2. Weltkrieg beendet war, ging es nur schleppend mit dem Handball in den Hauptvereinen Arbergen und Mahndorf weiter. Grund dafür waren in erster Linie die starken Zerstörungen des Krieges. In Mahndorf war der Sportplatz von Panzern sehr stark beschädigt worden und in Arbergen war er inzwischen verwildert. Zudem hatten die Besatzungsmächte sämtliches Vereinseigentum aus Gründen der "Demokratisierung" beschlagnahmt.

Der TV Arbergen nahm bereits 1947 an einem Spiel gegen die Reinickendorfer Füchse aus Berlin teil. In der Saison 1949/50 konnten bereits zwei Herren- eine A-Jugend-, sowie eine B-Jugend Mannschaft gemeldet werden. Dich auch der TV Mahndorf hatte den Anschluss nicht verpasst. Nachdem in der Saison 1950/51 der Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Landesliga erreicht wurde, zahlte sich auch die gute Jugendarbeit des Vereins aus. In den Jahren um 1956/57 gab es für den Handballsport eine Zukunftsweisende Veränderung, indem Handball zum ersten Mal in der Halle gespielt wurde. Dies geschah immer zur Jahreswende in der alten Bremer Stadthalle. Beide Vereine konnten auch hier Erfolge verbuchen. Das Hauptaugenmerk galt aber weiterhin dem Feldhandball, wo dem TV Arbergen 1958 der Aufstieg in die neu gebildete "Norddeutsche Oberliga" gelang.

Für die SG Bremen-Ost waren die Ereignisse in den Jahren 1960-1972 von großer Bedeutung. Die Handballbegeisterung war sowohl in Arbergen als auch in Mahndorf sehr groß, weshalb die Konkurrenz zwischen beiden Vereinen immer größer wurde. Deshalb machte man sich bereits 1971 Gedanken über eine mögliche Zusammenarbeit beider Vereine. Bei einer Sitzung der Vorstände im Juni 1971 stellte sich eine positive Einstellung zu einer Handballspielgemeinschaft Arbergen / Mahndorf heraus. Eine Anfrage bei den Spielern hatte ergeben, dass ein Großteil mit einem solchen Zusammenschluss einverstanden war.

Am 08. November 1971 wurde dann in den Handballabteilungen abgestimmt. Etwa 85% waren für einen Zusammenschluss beider Handballabteilungen. Da ein solcher Entschluss zum ersten Mal in Deutschland gefasst wurde, musste auf die Erlaubnis des Bundestags des DHB gewartet werden. Am 27. November 1971 wurde dann die Erlaubnis gegeben, woraufhin die Vorsitzenden beider Vereine am 07. März 1972 einen Vertrag unterzeichneten. Dies war die Gründung der SG Bremen-Ost. Die Spielfarben richteten sich nach der Bremer Speckflagge, also Rot - Weiß.

Andreas Geils
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